Der Soester Anzeiger informiert über die Info-Veranstaltung in Oberense, welche auf sehr großes Interesse stieß !

Oberense: Was haben die Fussballvereine Bayer Leverkusen, der VfL Bochum, Borussia Mönchengladbach und die SG Oberense möglicherweise bald gemeinsam? Einen Hybridrasenplatz.

 

Am Mittwochabend jedenfalls ließ sich die Sportgemeinschaft, die bei der Gemeinde den Bau eines solchen Platzes beantragt hat, durch den Vertreter einer Fachfirma über ein derartiges Spielfeld als Ersatz für den maroden Rasenplatz informieren. Und während der Experte ausführlich und anhand von Bildmaterial über die Vorteile einer solchen Investition referierte, mahnte der Bürgermeister Hubert Wegener, die aus seiner Sicht "höheren Folgekosten" nicht aus dem Blick zu verlieren. Deshalb regte er vor einer Beratung in den politischen Gremien ein Gespräch mit den Verantwortlichen der SG Oberense bezüglich eines bislang noch fehlenden Finanzierungskonzeptes an. Wobei für ihn ohnehin fest steht: Die in Aussicht gestellten Investitionssumme von 260.000 € für einen Hybridplatz sei "ein Batzen Geld".

Dabei stieß die Informationsveranstaltung auf großes Interesse. Denn mit über 60 Gästen, darunter zahlreiche Politiker, platzte das Sportheim fast aus allen Nähten. Und nach einer Einführung in das Thema durch die SG Oberense, bei der man unter anderem darauf verwies, dass der Platz nicht zuletzt auch durch den FC Ense stark beansprucht werde, listete der Vertreter für Hybridrasenplätze die für ihn  erkennbaren Vorteile einer solchen Anlage auf. Und diese beständen in einem Nutzungsgrad, der dem eines Tennenplatzes entspräche, einer längeren Nutzungsperiode, einer höheren Narbenstabilität und Scherfestigkeit, die zu geringeren Schäden führe, einer verbesserten Ebenheit sowie der Tatsache, dass die Spieler so auf einem Sportrasenplatz kicken könnten und sich weniger verletzen. Untermauern könne man die Aussagen durch Erfahrungen, die man anhand von 30 Projekten unter anderem in Leverkusen, Gladbach, Köln und auch in Sundern-Hachen gemacht habe, so der Experte.

Ein Hybridrasenplatz sei eine Kombination aus Kunst- und Naturrasen, deren Bestandteile eine armierte Rasentragschicht und eine zusätzlich armierte Rasennarbe bildeten, was zu einer hohen Belastbarkeit führe und eine ganzjährige Bespielbarkeit ermögliche, zumal sich eine solche Anlage rasch regeneriere. Bezüglich der Platzpflege wie der Firmenvertreter auf die erforderliche regelmäßige Beregnung hin, wofür man im Jahr mit rund 1500 bis 2000 Kubikmetern Wasser rechnen müsse. Ansonsten seien ein kontinuierliches Striegeln, Abkehren und Vertikutieren sowie eine Nachsaat zum Erhalt der Narbendichte notwendig, was durch Ehrenämter jedoch nach fachkundiger Anleitung leistbar sei. Eine Teilsanierung der Rasenfläche etwa nur in der Mittelachse wurde von dem Experten als wenig hilfreich bezeichnet, da die vorhandenen Schwierigkeiten eben auch nur partiell gelöst würden.

Die Kosten für einen Hybridrasenplatz in Oberense bezeichnete der Experte mit 260.000 Euro, die Bauzeit mit vier Wochen und den Zeitraum der ersten Bespielbarkeit mit acht Wochen nach der erfolgten Einsaat.

   

Unsere Sponsoren  

   
   
   
© SG Oberense 2016